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Fachanwalt für Arbeitsrecht, weiterer Tätigkeitsschwerpunkt im Ausländer- und Asylrecht

  • Zulassung als Rechtsanwalt 1980
  • Fachanwalt für Arbeitsrecht seit 1988

Während des Referendariats war ich unter anderem in der DGB-Rechtsabteilung und unterstützte den Aufbau unseres Büros. Krankheitskündigungen, Rationalisierung, Schließung von Abteilungen und Betrieben prägten bald meine Arbeit. Versammlungen mit Betroffenen, rechtliche Unterstützung der Organisierung ihres Widerstands nahmen dann einen breiten Raum ein.

Neben der Unterstützung von Arbeiter*innen im Kampf um ihre Rechte wurde ich gefordert, politisch verfolgten Menschen aus der Türkei, insbesondere Kurdistan zu helfen, Schutz zu erlangen. Nach dem Militärputsch in der Türkei am 12.9.1980 galt es, Behörden, Gerichte und die Öffentlichkeit über die grausamen Verbrechen des türkischen Staates, Folter und Mord an Oppositionellen aufzuklären und den Begriff des Asylrechts mit Leben zu füllen. So konnte ich vielen Oppositionellen aus der Türkei zu einem Bleiberecht verhelfen. „Avukat Edi“ ist daher vielen fortschrittlichen Kurden und Türken ein Begriff. Die gesellschaftliche Entwicklung ist weiter gegangen, die Anforderungen an uns haben sich verändert, sind aber nicht weniger geworden. Leiharbeit, Mindestlohn, unbezahlte Überstunden, Umstrukturierung, befristete Arbeitsverträge, Entlassung von aktiven Gewerkschaftlern all das erfordert auch heute mein Engagement. Die Anerkennung politisch Verfolgter als Flüchtlinge ist schwerer geworden. Obwohl Erdogan seine Gegner allesamt als „Terroristen“ verfolgt, muss jeder Oppositionelle dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beweisen, dass er wegen seiner politischen Überzeugung verfolgt wird und nicht als „Terrorist“ vom Flüchtlingsschutz ausgeschlossen ist. 

Ich bin Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Migrationsrecht im DAV.